Für die Entwicklung eines in der mittelständischen Praxis einsetzbaren
Instrumentariums zur Bewertung von Innovationsideen, ist auf die realen Bedingungen
betrieblicher Innovationsprozesse abzustellen.
Wenngleich das Bewertungsprocedere des stufenweisen „Sieben und Sichtens”,
der Konkretisierung, Priorisierung und Weiterentwicklung von Innovationsideen bis hin
zur finalen Entscheidung für die Umsetzung erfolgversprechender Innovationsvorhaben
für unterschiedliche Innovationsarten und Neuigkeitsgrade in seinen Grundstrukturen sehr
ähnlich ist, weichen die Bedingungen im Einzelfall doch erheblich voneinander ab.
So erfordert die Bewertung von Ideen für die Erneuerung des Produkt- und
Dienstleistungsprogramms beispielsweise Instrumente mit anderen Kriteriensets als
die Überprüfung der Erfolgsaussichten von Prozessinnovationen und
sind für inkrementelle Innovationen andere Voraussetzungen und Umsetzungsbedingungen
zu berücksichtigen als bei „Sprunginnovationen”.
Um ein auf diese Bedingungen abgestimmtes Bewertungssystem für mittelständische
Unternehmen zu entwickeln, sind zunächst die bei Innovationen auftretenden
Bewertungs- und Entscheidungssituationen zu strukturieren, entsprechende
Bewertungsinstrumente für diese Situationen zu erarbeiten und zu
operationalisieren und zur Sicherung der Praxistauglichkeit im Mittelstand pilothaft
zu testen und für den breiten Transfer aufzubereiten.