Nachdem sich viele Unternehmen in den letzten Jahren auf die Optimierung ihrer Prozesse und Strukturen konzentriert haben,
rücken die Weiterentwicklung bestehender sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder wieder stärker
in den Fokus der Innovationsbemühungen.
An Ideen für Neuerungen besteht dabei häufig kein Mangel, doch viele Ideen bedeuten noch keinen Erfolg.
Nimmt man den Verlauf vieler Innovationsideen, ergibt sich ein ernüchterndes Bild. Nur etwa 13% aller Innovationsideen erreichen
nach aktuellen Analysen des IAI das Stadium der Markteinführung, und von den neu am Markt lancierten Produkten können
wiederum nur rund 50% die in sie gesetzten Erwartungen zumindest in Teilen erfüllen. Das heißt, von den „offiziellen”,
in den Unternehmen zum Teil mit erheblichem Aufwand vorangetriebenen Ideen wird nur rund jede sechzehnte ein kommerzieller Erfolg (6%).
Der Großteil aller Ideen stellt sich im Nachhinein als nicht erreichbare Vision heraus oder endet als Flop, nachdem über
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten neues Wissen aufgebaut, mit neuen Fertigungslinien die technische
Infrastruktur weiterentwickelt oder die Vertriebsstrukturen den neuen Produkten entsprechend angepasst und so in Summe erhebliche Investments
in die Unternehmensentwicklung getätigt wurden.
Gleichzeitig bleiben die echten „Big Ideas”, d.h. Ideen, die sich später als außergewöhnlich erfolgreiche
Innovationen herausstellen, in vielen Unternehmen häufig schon sehr frühzeitig in rigiden Kontrollschleifen hängen oder
werden erst Jahre später wieder aufgegriffen, wenn Mitbewerber die Ideen bereits in Markterfolge umgesetzt haben.